Di Alexander Rahl.
Deutschland ächzt unter ständig schwankenden Preisen an den Zapf- säulen – so stellt es der ADAC in einer ak- tuellen Untersuchung fest. Für dieses Er- gebnis wäre allerdings keine Studie nötig gewesen; jeder Autofahrer merkt es, wenn die Nadel der Tankuhr wieder in den roten Bereich geschwenkt ist. Viel schmerzhafter ist, dass das Niveau des Benzin- und Dieselpreises in den ver- gangenen Monaten dramatisch angezo- gen hat. Im Herbst 2011 war Benzin noch für etwas mehr als 1,30 Euro je Liter zu haben, jetzt irrt der Preis schon seit Wo- chen weit jenseits der Marke von 1,60 Euro herum. Und dies liegt nicht an den Ölkonzernen, sondern daran, dass Benzin und Diesel weltweit gefragter sind als früher. Vor noch nicht allzu langer Zeit verwirklichten Europa und Nordamerika fast allein den Traum von der automobi- len Freiheit des Einzelnen. Mittlerweile ist das Auto auch in Ländern mit Milliar- denbevölkerung, wie China und Indien, zum Symbol für Wohlstand geworden. Öl wird dadurch knapper und treibt den Kraftstoffpreis. Dass der Iran wegen sei- ner Halsstarrigkeit in Sachen Atompolitik als Lieferant derzeit ausfällt tut ein Übri- ges. Staatliche Preisänderungsvorgaben für die Tankstellen, wie etwa in Öster- reich, helfen auch nicht weiter. Dort darf an den Zapfsäulen nur einmal pro Tag der Preis erhöht, aber beliebig oft gesenkt werden. Das Ergebnis: Der Preis steigt dramatischer als in Deutschland und schmilzt dann langsamer ab. Ein Rat des ADAC ist dennoch wichtig: Lieber am Abend tanken, weil es dann am günstigsten ist. Bekannt ist auch, dass beim Tanken am Freitag, vor Feiertagen oder zum Ferienbeginn ein satter Sprit- preisaufschlag fällig wird. Und ansonsten hilft noch: Für kürzere Wege das Auto stehen lassen und lieber zu Fuß gehen oder Rad fahren.
(Da "Hannoversche Allgemeine Zeitung")
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